Z hdk Records

pulsar_1

cover
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Tracks

1Pulsar_1 Part A
2Pulsar_1 Part B
3Pulsar_1 Part C
4Pulsar_1 Part D
5Pulsar_1 Part E
6Pulsar_1 Part F
7Pulsar_1 Part G
8Atemspuren
9Rattaplasma 2 Part A
10Rattaplasma 2 Part B
11Rattaplasma 2 Part C

Info

ZHdK Records 15/09

Die Postmoderne dauert an! Er ist ein Musiker, der als ein Zeitgemässer zwischen verschiedensten musikalischen Welten unterwegs ist: Martin Schlumpf, 1947 geboren, war zunächst als Komponist im E-Musik-Bereich tätig, interessierte sich aber zunehmend für das Schnittfeld zwischen Improvisation und Komposition. In einem «postmodernen» Stil arbeitend, zieht Schlumpf heute, der auch als Jazz-Bassklarinettist spielt, oft auch den Computer in seine Kompositionen ein. «Pulsar–1» hält drei der in vielen Farben schillernden jüngere Kompositionen von Schlumpf fest. Eine davon ist das titelgebende «Pulsar–1» – eine knapp dreissigminütige, unheimlich spannende Wanderung durch wunderliche musikalische Landschaften. – Mit einem Text des Schriftstellers Urs Faes.

Review: Zwischen Mathematik und Bauch

© Neue Zürcher Zeitung; 11.09.2009; Seite 52; Nummer 210 Zürcher Kultur (ku) CD-Taufe von Martin Schlumpf – eines der vielen Highlights am Festival der Künste Schacher Thomas (tsr) Am Festival der Künste der ZHdK, das an diesem Wochenende stattfindet (siehe Kasten), ist die Taufe des neuen Albums von Martin Schlumpf vorgesehen. Aufgeführt wird «Rattaplasma 2» für Klarinette und Computer aus dem Jahr 2001, das Gesellenstück Schlumpfs auf dem Gebiet der Computermusik. Zudem kann man die Uraufführung der inzwischen vollendeten Komposition «Pulsar 2» miterleben, deren Besetzung Stimme, Flöte, Klavier und Computer vorsieht. Eigenes CD-Label der ZHdK Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) verfügt seit 2005 über ein eigenes CD-Label. Zum Wort und zum Spiel kommen Dozierende und Studierende der Hochschule, die oftmals auch im Kulturleben ausserhalb der Schulmauern deutliche Spuren hinterlassen. Der Schwerpunkt der CD- und DVD-Produktion des Labels liegt bei der Musik, und zwar quer durch alle Sparten. Aber auch Film und Theater sind vertreten – man will schliesslich demonstrieren, dass aus den früher nach Fachrichtungen getrennten Ausbildungsinstituten eine grosse Kunsthochschule geworden ist. Eine der jüngst erschienenen Produktionen der Reihe ist dem Komponisten, Musiktheorie-Lehrer und Jazzmusiker Martin Schlumpf gewidmet. Das Stück, das gleichzeitig der ganzen CD den Namen verliehen hat, heisst «Pulsar 1». Es ist für Flöte, Klarinette, Akkordeon, Schlagzeug und Computer geschrieben und entstand in den Jahren 2006 bis 2007. Die stilistische Einordnung dieser Musik ist nicht einfach, bewegt sich Schlumpf doch in einem Spannungsfeld zwischen komponierter Musik und Improvisation, zwischen mathematischen Strukturen und Bauchmusik, zwischen E-Musik und Jazz, zwischen realen Klängen und Computermusik. Das spanische Verb «pulsar» bedeutet im Deutschen «pulsieren», «pochen» oder «schlagen». Den regelmässigen Puls findet man in der 30-minütigen Komposition zwar immer wieder, aber er ist überlagert durch andere, unregelmässige Bewegungen. Schlumpf spricht von «Tempopolyfonie» und meint damit verschiedene, gleichzeitig ablaufende Zeitebenen. Der Computer hat die Aufgabe, diese komplexen Zeitverhältnisse genau zu realisieren, und zudem bringt die angewendete Ambisonics-Raummodulation, die Verteilung der Klänge im Raum, eine Verdeutlichung dieser Tempopolyfonie. Literarische Assoziationen Wer sich beim Anhören von «Pulsar 1» lieber von literarischen Assoziationen leiten lässt, kann sich an den im Booklet abgedruckten Text des Schriftstellers Urs Faes halten, der seine Höreindrücke an einer Stelle so formuliert: «Ein Kleiner, der da steht, mittendrin im Leben, der hört und sieht, spricht und nachspricht, erste Wörter macht: vom Puls und Plus, vom Schiff und vom Fant, vom wippenden Ritter.» Thomas Schacher Martin Schlumpf: Pulsar 1. «Pulsar 1» für Flöte, Klarinette, Akkordeon, Schlagzeug und Computer, «Atemspuren» für Bassklarinette und Akkordeon, «Rattaplasma 2» für Klarinette/Bassklarinette und Computer. Ensemble Zero: Magda Schwerzmann (Flöten), Matthias Müller (Klarinetten), Sergej Tchirkov (Akkordeon), Thomas Dobler (Schlagzeug). ZHdK-Records 15/09 (1 CD). Konzert: Zürich, Museum für Gestaltung, Vortragssaal (Ausstellungsstr. 60), 11. September, 19.30 Uhr. Das Festival der Künste Steiner U. (sru) sru. Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) präsentiert am Wochenende ein Programm aus Theater, Kunst, Film, Musik und Design: junge Kunst, neueste Trends und das Beste aus dem letzten Jahr, bei freiem Eintritt. Die dritte Ausgabe des Festivals der Künste gibt mit diesem Anlass eine Kostprobe des Schaffens von Studierenden und Dozierenden in den unterschiedlichen Sparten. Auf dem Gelände beim Museum für Gestaltung sind Theaterproduktionen, Ausstellungen von Kunst und Design, Filmvorführungen und musikalische Darbietungen aller Stilrichtungen zu sehen und zu hören. Über fünfzig Programmpunkte sind auf die drei Festivaltage – Freitagabend, Samstagabend und Sonntagvormittag – und auf vier Bühnen sowie vier Ausstellungsräume verteilt. Die Disziplinen treten am Festival der Künste oft gemeinsam in Aktion. Diese intensive Begegnung zwischen den Sparten bietet Potenzial für neue Entdeckungen, für den Austausch unter den Künsten und für das Ausprobieren neuer Formen, Rhythmen oder Stile. Zürich, ZHdK (Ausstellungsstr. 60), 11. 9. ab 17.30 h, 12. 9. ab 18 h, 13. 9. ab 10 h (festival.zhdk.ch). © Migros-Magazin; 07.09.2009; Seite 6; Nummer 37 Migros-Woche aus der region migros Zürich Mehr Kunst! Das Zürcher Festival der Künste steht vor der Tür: Zwischen dem 11. und 13. Sep- tember zeigt die Zürcher Hochschule der Künste die neusten Trends aus Theater, Film, Musik, bildender Kunst und Design. Die Highlights am Festival der Künste: «Son, scènes et feux» multimediales Spiel mit Licht, Feuer, Klang und Schauspiel, «Pulsar_2» Uraufführung des Werks von Martin Schlumpf für Stimme, Flöte, Klavier und Computer sowie «Common Stage», eine interkulturelle Begegnung zwischen Studierenden aus Peking und Zürich. Mehr Informationen dazu und weitere News aus der Migros Zürich auf den Regionalseiten ab Seite 83.

Review: Martin Schlumpf: Der Sound leuchtender Pulsare

© Tages-Anzeiger; 12.11.2009; Seite 30ges Kurzbesprechungen CD Martin Schlumpf: Der Sound leuchtender Pulsare Pulsare sind rotierende Sterne, deren Licht man - wie bei einem Leuchtturm - in regelmässigen Abständen aufleuchten sieht. «Pulsar_1» nennt sich auch die neue CD von Martin Schlumpf. Und: Sterne sind Schlumpf lieber als Dogmen. Mit dem Titel wollte er nämlich ein Zeichen setzen gegen das, wie er sagt, Dogma der 70er-Jahre, wonach Neue Musik zwingend ohne Puls zu sein hatte. Zwar selbst als Komponist zeitgenössischer E-Musik tätig, stand Schlumpf immer schon in Berührung mit anderen Stilen, etwa als Jazz-Bassklarinettist oder als Theoriedozent an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK (die im Übrigen auch diese CD produziert hat). Diener dreier Herren ist er aber nie geworden, vielmehr hat ihm dieser Umstand eine Freiheit der musikalische Mittel beschert. Und diese Freiheit bekommt man auf «Pulsar_1» deutlich zu hören. Da sind mehrere, meist ostinate Instrumentalschichten, die sich gegeneinander verschieben. Aus ihrem Gefüge entsteht eine Musik, die durchaus wohlklingend ist, dazu vielschichtig, aber meist leicht und spielerisch. Der Komponist schöpft aus verschiedenen Musiksprachen: Da stehen Instrumentalgeräusche friedlich neben computergeneriertem Blubbern, Anklängen an die Musik anderer Kulturen, aber auch jazzigen Harmoniefolgen. Und selbst wenn man sich vielleicht fragen könnte, ob Dogmen nicht auch dazu dienten, den künstlerischen Ausdruck zu kondensieren, ist Schlumpfs «Pulsar_1» mit seiner klingenden Sinnlichkeit bestimmt eines: eine CD am Puls der Zeit. Anna Kardos Martin Schlumpf: Pulsar_1. (ZHdK Records).

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